Eine alte Praxis für Gesundheit und Wohlbefinden
Qigong ist eine jahrtausendealte chinesische Praxis, die Körper, Geist und Atmung in Einklang bringt. Der Begriff setzt sich aus „Qi“ (Lebensenergie) und „Gong“ (Arbeit oder Fähigkeit) zusammen und bedeutet sinngemäß „Arbeit mit der Lebensenergie“. Qigong gehört zur traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird sowohl zur Förderung der Gesundheit als auch zur spirituellen Entwicklung genutzt.
Die Ursprünge des Qigong reichen über 4000 Jahre zurück. Es entwickelte sich aus alten daoistischen und buddhistischen Übungen sowie aus traditionellen Heilmethoden und Kampfkunsttechniken. In der chinesischen Philosophie spielt das Konzept des „Qi“ eine zentrale Rolle. Qi wird als vitale Energie betrachtet, die durch Meridiane (Energiebahnen) im Körper fließt. Ein harmonischer Qi-Fluss soll für körperliche Gesundheit und geistige Ausgeglichenheit sorgen. Störungen oder Blockaden dieses Energieflusses können nach der TCM Krankheiten oder emotionale Unausgeglichenheit verursachen.
Qigong wird heute weltweit praktiziert und für eine Vielzahl von Zwecken genutzt:
In den letzten Jahrzehnten hat die westliche Medizin begonnen, sich verstärkt mit den Effekten von Qigong zu beschäftigen. Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiges Praktizieren positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem und die psychische Gesundheit haben kann. Insbesondere bei der Behandlung von Stress, Schlafstörungen und chronischen Schmerzen wird Qigong zunehmend als ergänzende Therapie anerkannt.
Qigong ist eine sanfte und für alle Altersgruppen geeignete Praxis. Es erfordert keine besondere Ausrüstung oder körperliche Fitness, sondern kann an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Durch seine ganzheitliche Wirkung auf Körper und Geist bleibt Qigong auch in der modernen Welt eine wertvolle Methode zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden.